top of page

Top aktuell

Grundsatzfragen der Gesundheitspolitik - Konstanz und Veränderung im Laufe der Zeit

In loser Reihenfolge veröffentliche ich an dieser Stelle eigene aktuelle Texte, aber auch Texte von Dritten, in denen ich zitiert werde. Wo es mir angezeigt erscheint, publiziere ich auch Texte aus meinem Archiv, welche tagespolitische Fragen spiegeln oder geeignet erscheinen, Muster oder Entwicklungsachsen aufzuzeigen.

 

Mitunter werden sich bei der Lektüre Ernüchterungen zeigen, etwa wenn in einem Referat aus dem Jahr 2002 von der «Schlussphase der Diskussionen um den Tarmed» die Rede ist. Zu meiner Ehrenrettung sei beigefügt, dass ich damals nach «Schlussphase» ein Fragezeichen gesetzt hatte. Es war und ist mir ein Anliegen, in möglichst vielen Bereichen mit Angehörigen anderer Berufe und Funktionen eine gemeinsame Sprache zu finden, was nicht immer-gelingt, vor allem nicht bei «Trigger-verdächtigten Begriffen wie «wirtschaftlich». Andernfalls sollten «träfe» Schlagwörter helfen, die «terminologische Lufthoheit» zu erringen. Beispiele: «drôle de guerre», «provinzielle Stilverspätung», «psychischer Hospitalismus des Gesundheitssystems». 

Dr. Heinz Locher, Gesundheitsökonom, Bern

Dokument von Prof. T. Poledna

14.02.2024 – Medinside
Die heisse Diskussion um Insel-Premium-Abteilung

Darf ein Universitätsspital mit seiner Luxus-Abteilung die Allgemein-Abteilung sponsern? Ja, das sei sozial, finden Krankenkassen-Experten.

MEDINSIDE.png

31.01.2024 – Medinside
Ein Universitätsspital ist kein Privatspital- eine kritische Stellungnahme

Zusatzversicherte dürfen im obersten Stock des neuen Inselspitals eine schönere Aussicht geniessen - aber auch bessere Behandlung. Unschön findet das ein Kritiker. 

MEDINSIDE.png

22.01.2024
Trari Trara – der Qualitätsvertrag ist da

Vollmundig posaunen H+, santésuisse und curafutura das Zustandekommen des ersten Qualitätsvertrags zuhanden des Publikums urbi et orbi heraus. Es sei dies «ein Beleg für die gute Zusammenarbeit von Spitälern und Kliniken mit den Krankenversicherern».

In Tat und Wahrheit ist diese Medienmitteilung ein Beleg für schlechten Stil und Unredlichkeit. Es stimmt traurig, dass verschwiegen wird, dass eine gesetzliche Pflicht zum Abschluss derartiger Regelungen seit 1996 besteht (KVV Art. 77 in der am 1.1.1996 in Kraft getretenen Fassung), sei es in den Tarifverträgen oder besonderen Qualitätssicherungsverträgen.

Nicht minder bedenklich ist  es, dass die Kantonsregierungen, denen seit eh und je die Genehmigung dieser Tarifverträge obliegt (KVG Art. 46 Absatz 4 in der am 1.1.1996 in Kraft getretenen Fassung), nicht auf einer angemessenen Qualitätssicherung bestanden haben: «Die Genehmigungsbehörde prüft, ob der Tarifvertrag mit dem Gesetz und dem Gebot der Wirtschaftlichkeit und Billigkeit in Einklang steht.»

Liebe Verbandsoberen: Im 28. Jahr ununterbrochener Gesetzesverletzung wäre De- und nicht Hochmut angezeigt.

Liebe Politikerinnen und Politiker von Bund und Kantonen: Wie wäre es, wenn anstelle immer neuer Regelungen einfach mal die geltenden befolgt und umgesetzt würden?

Liebe BAG-Oberen: Ihnen obliegt die Aufsicht über die Krankenversicherer. Offensichtlich haben Sie diesbezüglich nicht auf der Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen bestanden.

bottom of page